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Pocobo

Air Pollution Data Collection Cycling Bottle

Die notwendige Reduktion von Treibhausgasen stellt ein Hauptziel der Klimastrategie der Europäischen Union dar [1], für dessen Erreichen es eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien gibt.

Der motorisierte Individualverkehr ist für eine ganze Reihe von negativen Einflüssen nicht nur für Klima und Umwelt, sondern auch auf für menschliche Gesundheit, verantwortlich [2]. Wir wollen Luftverschmutzung als Problem den Bewohnern von Städten ins Bewusstsein rufen, indem wir RadfahrerInnen dazu motivieren, lokale Luftgütedaten zu erfassen, während sie durch die Stadt radeln.

Zu diesem Zweck wurde eine Sonde entwickelt, die leicht auf dem Fahrrad zu befestigen ist und in der Lage ist, verschiedene Luftgüteparameter zu erheben. Neben PM10– und PM2.5-Feinstaubwerten, werden auch CO2 und flüchtige organische Verbindungen erfasst. Weiters verfügt das Gerät über ein GPS-Modul und bietet die Möglichkeit die Daten drahtlos über das Mobilfunknetz an einen Server zu übertragen, wo sie gespeichert und weiterverarbeitet werden.

Der entwickelte Prototyp des Fahrradluftgütesensors fungiert als eine Machbarkeitsstudie um die Möglichkeiten und Fallstricke der mobilen Luftgüteerfassung durch RadfahrerInnen als Citizen-Science-Projekt zu erforschen.

Innenleben des Pocobo Sensors

Der Designprozess folgte einem User-Centered-Design-Ansatz, dessen wichtigstes Merkmal das kontinuierliche Mitwirken von potentiellen EndbenutzerInnen darstellt.

Bei jedem Schritt des Designprozesses wurden User involviert die physische Gestalt des Geräts selbst, wie auch die Interaktion mit der Sonde und den verbundenen Onlineservices mitzugestalten.

Das Gerät selbst wurde so konzipiert, dass es in einem handelsüblichen Flaschenhalter Platz findet – eine Idee, die von einem Interviewteilnehmer in der ersten Designphase vorgebracht wurde. Das so entstandene Design erlaubt es die Sonde an den meisten – wenn nicht allen – Fahrrädern zu montieren. Viele Fahrräder sind bereits mit Flaschenhaltern ausgestattet oder haben zumindest für diesen Zweck vorbereitete Befestigungslöcher. Selbst für den Fall, dass ein Fahrrad nicht über entsprechende Befestigungen verfügen sollte, existieren Lösungen, die ein Anbringen eines Flaschenhalters an allen möglichen Position ermöglichen, ohne dass dafür Modifikationen am Fahrrad nötig wären.

Die Anbringung und Position einer Trinkflasche am Fahrrad ist ein erprobtes Konzept, sodass damit relativ leicht sichergestellt werden kann, dass die Sonde für die RadfahrerInnen nicht zu einem Störfaktor wird. Gleichzeitig erlaubt die Lösung auch eine stabile Anbringung sowie eine einfache, schnelle Entnahme – zwei Aspekte, die von Usern als Voraussetzungen für gute Nutzbarkeit genannt wurden.

Die Erfassung lokalisierter Luftgütedaten durch eine große Zahl von StadtradlerInnen, wird in weiterer Folge die Nutzung der Daten für eine Vielzahl von Zwecken ermöglichen. Die Information kann der Öffentlichkeit in form eines digitalen digitalen Stadtplans zur Verfügung gestellt werden, auf der die Luftgüte in einem Gebiete zu einem bestimmten Zeitpunkt dargestellt wird. Oder man nutzt die Daten um den Einfluss von Luftverschmutzung auf einzelne RadfahrerInnen bei ihren täglichen Touren abzuschätzen und ihnen die Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, ihre Strecke abhängig von der zu erwarteten Belastung zu planen.

Wir hoffen durch unseren Ansatz die Bedeutung von Luftverschmutzung im allgemeinen Bewusstsein zu verankern und Menschen dazu zu bewegen, ihre persönlichen Gewohnheiten in Richtung einer nachhaltigen Mobilität zu verändern.

Kontakt aspern.mobil LAB:

Name: Dipl.Ing. Gerfried Mikusch
E-mail: gerfried.mikusch@mobillab.wien
Tel: (+43 1) 588011 93410

 

Projektkontakt:

Name: Lukas Pichlhöfer
E-mail: lukas.pichlhoefer@gmail.com
Technische Universität Wien
Fakultät für Informatik

 

Weitere Informationen:

Laborstunde Pocobo-Testfahrt [1] 

Popup Pocobo bei der Velocity-Konferenz [2] 

 Klimapolitik der EU-Kommission [3]

 Bericht der WHO zur Luftverschmutzung [4]

 

 

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